Die Halligen - Traumziele im Wattenmeer

Die Halligen - Traumziele im Wattenmeer
Hallig Urlaub ©bernjan CC

Idylle auf Hallig Hooge

Unwirklich schön scheinen sie an klaren Tagen auf dem Wattenmeer zu schweben, die zehn winzigen Halligen vor der nordfriesischen Küste. „Schwimmende Träume“ schwärmte der Dichter Theodor Storm. Traumziele für Nordsee Reisen der etwas anderen Art sind sie heute. Urlaubsziele für gestresste Menschen, die die Stille lieben, elementare Naturerlebnisse suchen und einen Hauch von Abenteuer erleben möchten. Autos sind unerwünscht.

Inseln im üblichen Sinne sind die Halligen nicht. Teils wurden sie aufgeschwemmt im ewigen Wechsel von Ebbe und Flut, teils sind es Festland- oder Inselreste, die die verheerenden Sturmfluten früherer Jahrhunderte stehen ließen. Rund 100 sollen es einmal gewesen sein, nur zehn hat die See bis heute verschont. Man schützt ihre Ufer inzwischen durch Steinkanten, ihre Bewohner leben auf künstlich aufgeschütteten Wohnhügeln, den Warften. Wenn es - und das kann bis zu fünfzig Mal im Jahr geschehen - auf einer Hallig "Landunter" heißt, brandet die Nordsee bis an die Türschwellen. Nur auf Hooge nicht. Die "Königin der Halligen" wird durch einen Sommerdeich geschützt.

Gästebetten stehen auf Hooge, Langeneß, Oland, Gröde und Nordstrandischmoor bereit. Privatzimmer und Ferienwohnungen sind die häufigste Unterkunftsart für einen Hallig Urlaub. Hotel und Pensionen gibt es nur auf Hooge. Diese Hallig ist auch touristisch am meisten erschlossen. Auf zehn Warften leben hier ständig 110 Menschen. Sie nehmen 240 Gäste auf. Zudem bringen Ausflugsschiffe im Sommer rund 1000 Tagesbesucher. Auf Hooge gibt's aber auch besonders viel zu sehen: die kleine Kirche und den Königspesel, das naturkundliche Zentrum und das Sturmflutkino, Restaurants und Cafés.

Langeneß ist 10 Kilometer lang und am stärksten landwirtschaftlich geprägt. Ideal für ungewöhnlichen Urlaub auf dem Bauernhof. Die Salzwiesen im Osten sind allerdings für die Vögel reserviert, im Sommer als Kinderstube, im Frühjahr und Sommer als Brutgebiet und als Rastplatz der Zugvögel. Urlauber finden auf der Hallig einen Kaufmann, eine Gaststätte und ein Café eine Halligkirche, zwei Heimatmuseen und die Schutzstation Wattenmeer.

Eine beschauliche Welt auf einer einzigen Warft - das ist Oland. Sehenswert sind die kleine Halligkirche, der Friedhof und der reetgedeckte Leuchtturm. Denkwürdig ist bereits die Anreise: Gäste werden vom Festland mit einer offenen Lore abgeholt, dann geht’s auf einem Schienendamm durchs Watt.

Genauso reisen auch Gäste nach Nordstrandischmoor. Drei Vermieter gibt es auf diesem winzigen Eiland - und eine Gaststätte. Tagesbesucher kommen bei Ebbe zu Fuß.

Gröde ist mit 19 Einwohnern als kleinste Gemeinde Deutschlands bekannt. Für Halligbewohner und die Gäste der fünf Ferienwohnungen liefert der Festlandkaufmann ein Mal pro Woche die zuvor bestellten Lebensmittel. Post bringt der Postschiffer.

Die übrigen Halligen sind mehr oder weniger unbewohnt. Auf Süderoog, westlich von Pellworm, betreiben die Matthiesens eine ökologische Landwirtschaft. Habel, Südfall und Norderoog sind "Vogelhalligen" und nur von Frühjahr bis Herbst von einem Vogelwart bewohnt. Die Hamburger Hallig - mit uriger Gaststätte - ist durch einen Damm mit dem Festland verbunden. Auch sie ist wichtiges Vogelschutzgebiet, gleichzeitig aber beliebtes Ausflugsziel.

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Der Tipp wurde von Redaktion am 23. 10. 2008 hinzugefügt

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