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Reiseführer Chemnitz
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Villa Esche
©CMT Chemnitz GmbH
Villa Esche

Chemnitz, die drittgrößte Stadt Sachsens, blickt auf eine mehr als 800-jährige Geschichte zurück. Sie liegt am Fuße des Erzgebirges und hat sich im vergangenen Jahrhundert aus dem Flusstal der Chemnitz über die Hügel im Westen und Osten ausgebreitet. Der Name des Chemnitzflusses geht auf die slawische Bezeichnung Kamjenica (sorbisch: Steinbach) zurück. Bis zur Wende 1989 trug die Stadt den Namen Karl-Marx-Stadt.

Tradition und Stärke der Stadt Chemnitz beruhen in großem Umfang auf ihrer Wirtschaftskraft und der engen Verbindung zur Wissenschaft. In der Zeit der Industrialisierung entwickelte sich Chemnitz schnell zu einer der bedeutendsten Industriestädte in Deutschland, Unternehmenserfolge haben hier Tradition. Als "Sächsisches Manchester" war Chemnitz die "erste Fabrik- und zweite Handelsstadt im Königreich Sachsen.

Der sächsischen Lokomotivkönig Richard Hartmann, dessen 200. Geburtstag im Jahr 2009 gefeiert wird, kam 1832 im Zuge seiner Wanderjahre nach Chemnitz. Heute gilt Richard Hartmann als einer der bedeutendsten sächsischen Unternehmer und wichtiger Wegbereiter des sächsischen Maschinenbaus. Die von ihm gegründete Sächsische Maschinenfabrik war das größte Unternehmen Sachsens und hatte ihren Anteil am Aufschwung der Stadt.

Von den Erfolgen der Chemnitzer Wirtschaft in dieser Epoche zeugen deshalb bis heute nicht nur zahlreiche beeindruckende Industriebauten – die „Kathedralen der Industrie“ – sondern auch Wohngebäude der Gründerzeit, Jugendstilvillen sowie öffentliche und private Gebäude der Bauhausepoche. Noch heute ist der Chemnitzer Kaßberg eines der größten zusammenhängenden Gründerzeit- und Jugendstilviertel Europas. Die Villa Esche gilt als wichtiges Kapitel in der Architekturgeschichte des Jahrhunderts, welches den Übergang vom Jugendstil zur Moderne dokumentiert. Die folgenden Jahre bescherten der Stadt eine Fülle an bemerkenswerten Bauwerken des so genannten Neuen Bauens. Die Industrieschule von Richard Wagner-Poltrock, der von Hans Poelzig für die Trikotagenfabrik Sigmund Goeritz AG entworfene Bau an der Zwickauer Straße, das erste Chemnitzer Hochhaus – die Weberei Cammann – von Willy Schönfeld, das Wohnhaus des Architekten Max W. Feistel, Stadtbad und Sparkassengebäude (heute Museum Gunzenhauser) von Stadtbaurat Fred Otto sowie das Kaufhaus Schocken von Erich Mendelsohn sind nur einige Beispiele.

Doch es wurde nicht nur gebaut, vielmehr entwickelte sich ein in allen Bereichen vielfältiges kulturelles Leben. Die Ursprünge der Kunstsammlungen Chemnitz und der Chemnitzer Oper fallen in die Zeit der Moderne. Der Chemnitzer Maler Karl Schmidt-Rottluff – ein Mitbegründer der Künstlervereinigung „Brücke“ – zählt zu den Erneuerern in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Die deutschlandweit zweitgrößte Sammlung von Werken Schmidt-Rottluffs ist heute Kernstück der Kunstsammlungen Chemnitz. Das renommierte Kunstmuseum beherbergt in seinem Fundus insgesamt rund 65.000 Werke insbesondere aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Mit dem Museum Gunzenhauser erweitert seit Anfang Dezember 2007 eine der deutschlandweit größten Privatsammlungen von Kunst der klassischen Moderne und der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts das anspruchsvolle Angebot der Kunstsammlungen Chemnitz. Chemnitzer und Besucher der Stadt können dort unter anderem den umfassendsten Bestand an Werken von Otto Dix bestaunen. Das vielfältige kulturelle Angebot der Stadt umfasst darüber hinaus hochkarätige Opern- und Schauspielinszenierungen sowie Veranstaltungen von überregionaler Bedeutung wie das alljährlich stattfindende Kulturfestival BEGEGNUNGEN oder das Deutsche Mozartfest.

Wenn Sie selbst gute Ausflugsziele, Attraktionen oder einen Geheimtipp Chemnitz kennen oder auch aus einer anderen Region in Deutschland, so können sie diese gerne mit dem Tipp Formular eintragen.

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