Industriemuseum Zeche Hannover

Einst war sie die Musterzeche der Krupp-Konzerns, bis sie 1973 stillgelegt wurde. Erhalten geblieben sind der Malakow-Turm über Schacht 1 und das angrenzende Maschinenhaus. Die Anlage ist Ankerpunkt der Route der Industriekultur und Turm und Maschinenhaus sind begehbar.
Malakow-Türme sind eine frühe Form von Fördertürmen. Wegen ihres wuchtigen Aussehens - um die starken Querkräfte des Förderseils abzufangen sind die Mauern bis zu 1,5 Meter dick - sind solche Türme nach der Festumg Malakow aus dem Krim-Krieg benannt. Es gibt im Ruhrgebiet nur noch 13 Malakow-Türme.
Der Turm trägt reichen Ziegelschmuck wie Lisenen, Simse, Blendbögen, zwei Bogenfriese sowie einen Zinnenkranz als Bekränzung. Beim schlichter gestalteten Maschinenhaus wurden einige dieser Stilelemente übernommen. Die wuchtige neuromanische Anlage zeugt von unternehmerischem Selbstbewusstsein und Aufbruchstimmung der modernen Industriewelt.
Sehenswert ist die alte, imposante Fördermaschine im Maschinenhaus aus dem Jahr 1893. Zu besonderen Anlässen wird sie wieder in Betrieb gesetzt, heute allerdings mit Pressluft anstelle von Dampf.
Für Kinder gibt es gleich nebenan die Zeche Knirps, ein Abenteuer-Spielplatz auf dem Kinder spielend die Abläufe in einem Bergwerk erfahren können.
Und ich möchte noch auf ein Event hinweisen, das alle 2 Jahre an einen Wochenende im Mai auf dem Gelände der Zeche stattfindet: das Dampffestival. Gezeigt werden Lokomobile - dampfbetriebene Straßenfahrzeuge wie z.B. Zugmaschinen, Traktoren aber auch Autos und Motorräder. Überall fauscht und zischt es, es gibt Mitfahrten auf den Fahrzeugen. Muß man gesehen haben.

Eintrittspreis und Öffnungszeiten:


siehe Internetauftritt
Geöffnet: April bis Oktober
Mi –Sa 14–18 Uhr, So u. Feiertage 11–18 Uhr

Adresse:


Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum

Tel: 0234-6100874

Anfahrtsbeschreibung:


Auto:
A 40, Abfahrt Bochum-Hamme, B 226 Dorstener Straße Richtung Herne-Eickel, 3. Kreuzung links Richtung Wattenscheid, Magdeburger Straße, Edmund-Weber-Straße, Hordeler Straße in Eickel und Günnigfelder Straße bis Museumsparkplatz.
ÖPNV:
Von Bochum Hbf. Bus 368 Richtung Wanne-Eickel, von Wanne-Eickel Hbf. Bus 368 Richtung Bochum, Haltestelle "Hannoverstraße". Fußweg über Hannoverstraße und Grubenweg bis zum Zechengelände ca. 300 Meter. Von Herne Bf. Bus 390 Richtung Bochum, von Wattenscheid Bf. Bus 390 Richtung Herne, Haltestelle "Röhlinghauser Straße"; Fußweg entlang der Günnigfelder Straße ca. 400 Meter.

Homepage: Industriemuseum Zeche Hannover

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Der Tipp wurde von Jürgen am 12. 11. 2010 hinzugefügt

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