LWL-Freilichtmuseum Hagen
Entdecken und Erleben
Das Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), ist als Landesmuseum für Handwerk und Technik eines der ältesten technikhistorischen Museen Deutschlands und einzigartig in Europa. Schwerpunktmäßig werden hier Handwerke und kleine Gewerbebetriebe vom ausgehenden 18. Jahrhundert über die frühindustrielle Produktion bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts gezeigt. So können die Besucher einen spannenden Spaziergang durch die Entwicklungsgeschichte des Handwerks und Gewerbes der Region unternehmen. Im romantischen Mäckingerbachtal wurde eine typische Gewerbelandschaft inszeniert, wie sie nicht nur für Südwestfalen oder den Märkischen Kreis steht, sondern für viele wasserreiche Gegenden, in denen die Energie fürs Handwerk aus der Wasserkraft gezogen wurde.
Aber im Hagener LWL-Freilichtmuseum wird nicht nur einfach „ausgestellt“, sondern die Besucher erleben hier auch jede Menge. In einem Drittel der über 60 historischen Betriebe wird tatsächlich gearbeitet und produziert. Entsprechend lebendig geht es zu im Hagener Freilichtmuseum.
Die alten Techniken, Herstellungsverfahren und Werkzeuge sind „in Betrieb“, Fragen stellen ist ausdrücklich erwünscht und bei Mitmachaktionen dürfen die kleinen und großen Besucher auch mit anpacken. Es wird geschmiedet, gebacken, gedruckt, gebraut und vieles mehr. Vor den Augen der Besucher entstehen so Nägel, Seile, Papier, Zigarren, Brot und Kaffee und so manches andere.
Jetzt erkennen die Besucher leicht, wie in der „guten alten Zeit“ die harte Arbeit aussah, welchen Krach und Gerüche die Maschinen und Werkstücke verursachten und wie schwer das Handwerk wirklich war und auch heute noch ist, obwohl es manchmal so leicht und gekonnt aussieht. Hier gibt es das Erlebnis für alle Sinne.
Das Freilichtmuseum ist inhaltlich in verschiedene Bereiche geteilt. Neben den großen Eisenverarbeitungs- und Schmiedebereichen sind Ausstellungen in der Tabakfabrik oder im Zinkwalzwerk zu sehen, aber auch der breite Bereich Papier ist thematisiert. Verschiedene Werkstätten „in Betrieb“ wie die Papiermühle, die Papierschöpferei, die funktionierende Papiermaschine und die Druckerei sind durch mehrere Dauerausstellungen unterstützt. Es wird hier ein umfassender Blick auf das unscheinbare, aber allgegenwärtige Material Papier geworfen.
Im oberen Bereich des Freilichtmuseums sind die kleineren handwerklichen Betriebe ange-siedelt. Edel ist es in der Goldschmiede, dort wird in der Werkstatt gearbeitet und im oberen Stockwerk präsentieren sich aktuelle Schmuckausstellungen. Gegenüber werden im mit Nikotinfarbe gestrichenen gelben Tabakhaus per Hand Zigarren gerollt. Und direkt um die Ecke backt der Bäcker täglich frisch knusprige Brote und leckere Rosinenstuten. Sehr aromatisch riecht es aus der alten Iserlohner Kaffeerösterei, wo der regional bekannte Kaffee geröstet wird. Deftiger werden die Gerüche in Richtung Brauerei oder Obstbrennerei, wo ganz traditionell handwerklich gebraut und gebrannt wird. Alle diese kleinen Köstlichkeiten aus dem Museum sind im altmodischen Krämerladen aus Großmutters Zeiten zu erstehen.
Sehr beliebt sind die reizvollen Sonderveranstaltungen, die während der Saison an vielen Wochenenden im Freilichtmuseum stattfinden. Ob bei Kunsthandwerkerausstellungen wie Handwerk Kunst Design, dem Treckertreffen, bei den informativ-unterhaltenden Kaffekränzchen, dem fröhlichen Kindersommerfest oder im Oktober der Marktgang mit Kürbisschnitzen auf dem Herbstfest. Immer steht etwas Besonderes auf dem Programm.
Zum Entdecken und Erleben im Hagener Freilichtmuseum gehören auch die unterschiedlichen Führungen und museumspädagogischen Aktivprogramme für alle zwischen 6 und 88 Jahren. Die bieten für jeden das richtige Programm.
Einerseits gibt es gute Einführungen in die Geschichte des Handwerks und der Technik, andererseits wird von den Besuchern bei Mitmachprogrammen selbst Hand angelegt und produziert. Das fertige „Werkstück“ nehmen die Akteure anschließend mit nach Hause.
Mehr Infos zum LWL-Freilichtmuseum und zu den vielen Veranstaltungen finden Sie im Internet unter: www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de oder Telefon: 02331 7807-0
Eintrittspreis und Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten: 1. April bis 31.Oktober, täglich, außer Montags, aber an allen Feiertagen, Einlass ab 9 Uhr, Häuseröffnung bis 17.30 Uhr, sonntags bis 18 Uhr, Shop bis 18.15 Uhr
Eintritt:
Familienkarte für 11 Euro,
Erwachsene einzeln 5 Euro, Kinder zwischen 6 und 18 Jahren 2 Euro, unter 6 Jahren gratis
Adresse:
Uta Wenning-Kuschel
Mäckingerbach
58091 Hagen
Tel: 02331 - 7807113
Anfahrtsbeschreibung:
Anfahrt: Auto: A 45 Abfahrt Hagen-Süd, dann den Wegweisern folgen
Bus: ab Hbf-Hagen mit Buslinie 512 direkt bis zum Freilichtmuseum
Homepage: LWL-Freilichtmuseum Hagen
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Der Tipp wurde von Uta Wenning-Kuschel am 10. 02. 2011 hinzugefügt
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