Meer und Flair: Rostock-Warnemünde

Rostock ist die größte Stadt Mecklenburgs und besteht aus vielen Stadtteilen, die Ostseebäder Warnemünde, Markgrafenheide, Hohe Düne und Nienhagen gehören unter anderem auch dazu.
Die 1419 gegründete Universität ist eines der kulturellen Zentren der Stadt. Die Studierenden und Besucher treffen sich auf dem Universitätsplatz, welcher inmitten der Bummel- und Flaniermeile „Lange Straße“ liegt. Es lohnt sich hier im Zentrum auch die kleinen Gassen zu durchwandern. So entdeckt man den Ziegenmarkt an der Marienkirche, den Heiliggeisthof oder das Zisterzienser-Kloster zum Heiligen Kreuz. Letzteres wurde 1270 von der dänischen Königin Margarethe gestiftet und beherbergt heute eine bedeutende Kunstsammlung.
Der älteste Teil der Rostocker Altstadt befindet sich zwischen dem Alten Markt und der Petrikirche. Die Häuser wurden seit der Wende liebevoll rekonstruiert und kulturhistorisch wie kulinarisch kommt der Besucher hier auf seine Kosten. Mit einer Höhe von 117 m war der Turm der Petrikirche über mehrere Jahrhunderte Wahrzeichen der Stadt und wichtiger Orientierungspunkt für die Seefahrt. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, gelang erst 1994 die Errichtung der Turmspitze in ihrer ursprünglichen Gestalt. Wer Rostock von oben betrachten will, der sollte die 196 Stufen zum Aussichtspunkt St. Petri nicht scheuen oder den komfortablen Lift benutzen.
Die Ostsee ist von der Innenstadt aus nicht weit, man braucht nur dem Verlauf der Warnow folgen. Das alles kann man mit dem Fahrrad tun, ca. 15 km sind es bis zum Ostseebad Warnemünde. Der Radfernweg Berlin-Kopenhagen führt direkt durch das Stadtzentrum und hilft dank guter Beschilderung bei der Orientierung. Auf dem Weg liegen das IGA-Gelände und das Traditionsschiff, beide einen Besuch wert.
In Warnemünde angekommen eröffnet sich eine Welt voller Seefahrerromantik. Am Alten Strom legten früher überwiegend Fischkutter an, die hier ihren Tagesfang vom Boot aus verkauften. Auch heute noch gibt es schmackhaften frischen Räucherfisch, ansonsten ankern hier viele Yachten. Am Alten Strom entlang stehen die typischen bunten Kapitänshäuser mit ihren großen Glasveranden. Fast in jedem der Häuser ist heute ein Geschäft untergebracht, auch befinden sich hier mit Abstand die meisten Restaurants, Cafès und Kneipen. Läuft man den Alten Strom in Richtung Rostock weiter, so wird es ruhiger. Trotzdem gibt es auch hier einiges zu entdecken, zum Beispiel das schöne Warnemünde-Museum oder die eine und andere maritime Gaststätte mit besonderem Flair.
Der Alte Strom führt an die Westmole, die mit 541 m ziemlich weit in die Ostsee hineinragt und auf jeden Fall ein windiges Örtchen ist. Am Fuße steht der Warnemünder Leuchtturm, der bestiegen werden kann. Dieses ist dem Engagement der Hobbyleuchtturmwärter zu danken, die den Turm in der Hauptsaison für den Publikumsverkehr geöffnet halten. Am Leuchtturm beginnt die Uferpromenade und der bis zu 100 m breite und gepflegte Sandstrand, welcher Einheimische und Touristen gleichermaßen zum Baden einlädt. Die Umgebung von Warnemünde ist wie geschaffen für ausgiebige Radtouren. So kann man zum Beispiel von Warnemünde mit der Fähre nach Hohe Düne übersetzen und auf dem Ostseeküstenradweg durch das Waldgebiet der Rostocker Heide in Richtung Graal-Müritz radeln. Die Regionalbahn bringt den Gast von hier aus in wenigen Minuten nach Rostock zurück.

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Der Tipp wurde von Ralf Tetmeyer am 26. 11. 2007 hinzugefügt

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