Wandern im Tölzer Land mit der Bergbahn
Im strahlenden Sonnenschein unter weißblauem Himmel – da locken die majestätischen Gipfel im Tölzer Land ganz besonders. Über den ganzen Sommer bis in den Herbst hinein werden die Bergfreunde wieder in aller Frühe eine ordentliche Brotzeit in ihren Rucksack packen und die Bergschuhe schnüren. So können sie die Morgenkühle ausnutzen, wenn sie über die ungezählten Wanderwegkilometern die Gipfel des Voralpenlandes bezwingen.
Für ausdauernde Gipfelstürmer ist etwa der Simetsberg zu empfehlen. Start der insgesamt siebenstündigen Tour ist der Walchensee. Es gilt, einen Höhenunterschied von 940 Meter zu überwinden, doch die grandiose Aussicht auf den Walchensee und die Zugspitze aus 1.840 Meter Höhe macht gewiss alle Mühen schnell vergessen. Eine Stunde kürzer wird der Weg beim Start im Ort Einsiedl.
Von Altlach am Südufer des Walchensees lässt sich der bewaldete Hochkopfgipfel erreichen. Die einfache Strecke ist 4,5 Kilometer lang und besonders gut für hochsommerliche Ausflüge geeignet, weil der Weg über schattige Forstwege bis auf den Hochkopf führt, von dem man das Wettersteingebirge in seiner ganzen Pracht überblicken kann.
Ein richtiger Klassiker im Isarwinkel darf natürlich auch nicht fehlen: Der Jochberg. Zu erreichen ist er von der Kesselbergpasshöhe, unweit von Kochel am See. Der Weg führt direkt zum Gipfel in 1.567 Meter Höhe.
Doch auch alle, die es im Urlaub etwas langsamer angehen lassen, kommen auf ihre Kosten. Denn mit den zahlreichen Bergbahnen im Tölzer Land gelangen auch Langschläfer und Spätfrühstücker komfortabel in die Höhe, um den Blick auf die schönsten Alpenpanoramen schweifen zu lassen.
So bietet die Herzogstandbahn allen Wanderern und Ausflüglern vielfältige Möglichkeiten die Bergwelt zu genießen. Von der Talstation Walchensee überwindet die Kabinenbahn in nur vier Minuten ganze 800 Höhenmeter und bringt ihre Passagiere auf den Fahrenberg mit 1600 Metern Höhe. Spaziergänger erreichen von der Bergstation ganz bequem den malerischen Berggasthof Herzogstand, der wiederum eine gute Ausgangsbasis für viele Wanderrouten ist. Der Herzogstandgipfel (1.731 m) ist von hier inklusive Rückweg in rund 1,5 Stunden zu begehen. Auf dem Weg können die Wanderer das Karwendel überblicken und auch den Großglockner und die Stubaier Gletscher im Panorama genießen. Geübte Berggeher können über den Herzogstand weiter auf den Heimgarten (1.790 m) marschieren und von dort zum Walchensee absteigen – gesamte Tour dauert etwa vier Stunden.
Ähnlich große Auswahl haben die Gäste der Brauneck-Bergbahn, die von Lenggries aus in zwölf Minuten auf das Brauneck fährt. Der Gipfel ist bei Skifahrern und Wanderern gleichermaßen beliebt – nicht zuletzt wegen des Panorama-Restaurants. Als Startpunkt ist das Brauneck sowohl für Spaziergänge wie auch für größere Touren bestens geeignet. So ist die Höhenpromenade auch mit Kinderwagen und von Rollstuhlfahrern benutzbar und führt in 20 bis 45 Minuten von der Bergstation auf 1.520 Meter Höhe bis zur Tölzer Hütte und zurück. Zu Fuß lassen sich auf dem gleichen Weg auch noch die Quenger Alm, die Strasser-Alm und die Stie-Alm mit ihrer Almkäserei erreichen.
Der Große Höhenweg ist ein dreistündiger Rundweg für die ganze Familie, der etwas Trittsicherheit erfordert und den Blick auf den Starnberger See, die Stadt München und das Gebirgspanorama von Wendelstein bis Zugspitze eröffnet. Fast ohne Steigung passiert man Kirchstein und Latschenkopf und gelangt über einen etwas felsigen Weg über die Stie-Alm zurück zur Bergstation.
Der Weg vom Brauneck zur Benediktenwand oder Tutzinger Hütte dauert pro Strecke bis zu dreieinhalb Stunden – sehr empfehlenswert für ausdauernde und geübte Wanderer. Bei frühem Start ist er als Tagestour zu schaffen (die letzte Talgondel startet 17 Uhr), vom Benediktenwandgipfel bietet sich in 1.801 Meter Höhe eine herrliche Rundumsicht über den Starnberger See, Walchensee und ins Karwendelgebirge.
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Der Tipp wurde von Redaktion am 14. 10. 2008 hinzugefügt
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