Christkindlwallfahrt in Ringelai

Seit über 250 Jahren finden in Ringelai im Bayerischen Wald die Wallfahrten zum „Lieben Christkindl von Ringolay“ statt, die einzigen in Deutschland. Am 3. Adventssonntag und am Samstag zuvor stehen das Gnadenbild in der Pfarrkirche im Mittelpunkt. Auf ihm sind Maria und das Kind zu sehen sowie ein gold-silberner Komet, der den Weg weist. Den festlichen Rahmen bilden das Adventssingen, die Wallfahrt mit Pilgerzug und Herbergsuche am Samstag, der Festgottesdienst in der barocken Kirche und der Lichterzug der Kinder am Sonntag, ein wunderschöner Christkindlmarkt sowie musikalische Unterhaltungen.
Ihren Ursprung hat diese einzigartige Wallfahrt im Jahre 1649, als die Katholi-kenverfolgung den irischen Bischof Walter Lynch zwingt, mit dem Marienbild über Brüssel und Wien in das ungarische Raab zu fliehen. Nach seinem Tod findet das „Christkindl-Gnadenbild“ im Dom von Raab, heute Györ, einen neuen Platz. Mit dem „Tränenwunder“ vom 17. März 1697 – die Augen der Muttergottes sollen über drei Stunden lang blutige Tränen geweint haben – findet die Volksverehrung einen Höhepunkt. Beeindruckt von dem Wunder gibt Jakob, Lehensherr des Passauer Fürstbischofs, ein gemaltes Abbild der Muttergottes von Raab in Auftrag. Zur Einweihung der Ringelaier Michaelskirche 1747 stiftet er dieses Abbild. Kurz darauf beginnen auch die Wallfahrten „Zum lieben Christkindl von Ringolay“.

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Der Tipp wurde von Redaktion am 10. 12. 2008 hinzugefügt

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