Radfahren am Rhein

Radfahren am Rhein
©Erich Spiegelhalter/STG

Mysthische Stimmung am Morgen bei den Rheinauen am Kaiserstuhl

Zwischen Schwarzwald und Vogesen liegt mit der Oberrhein-Ebene eine einzigartige Landschaft. Auenlandschaften, sumpfige Riedgebiete, Feucht- und Trockenwälder, Weinberge an den Hängen der beiden Gebirgszüge. Dazwischen beschauliche Fachwerkdörfchen und lebhafte Einkaufsstädtchen. Genussradler und Familien sind auf den ebenen Strecken gut aufgehoben. Mit grenzüberschreitenden Radkarten lassen sich Baden und Elsass entlang des Rheins gleichermaßen gut entdecken.

Auf fruchtbaren Lössböden gedeihen Weißkohl für das „Choucroute d’ Alsace“ und das „Suurchrut“ der Badener, Mais, Getreide, Kartoffeln, Meerrettich, Spargel, Erdbeeren und andere Zutaten für die verführerischen Spezialitäten der badisch-elsässischen Küche.

Gut geplant mit deutsch-französischen Radkarten
Selbst mit dem Auto dürfte es schwer sein, in einem Urlaub das alles zu erkunden. Aber dennoch sei zum Fahrrad geraten: Nur auf zwei Rädern oder zu Fuß kommt man nah genug an die kleinen Naturwunder der Rheinlandschaft.

Mehr als 20 Brücken und Fähren verbinden zwischen Basel und Karlsruhe beide Ufer des Rheins. Verschiedene Deutsch-Französische Radwanderwege erschließen die Region.

Die besten Tipps für grenzüberschreitende Fahrradtouren geben drei zweisprachige Radkarten, die als Ergebnis von INTERREG-Projekten entstanden sind. Die EU fördert damit die Entwicklung und Zusammenarbeit benachbarter Gebiete entlang nationaler Grenzen.

Mit dem Rad ins Naturwunder Rheinauen
In eine der letzten großflächigen Rheinauenlandschaften am Oberrhein führt der Radwanderweg „Rheinauen“ zwischen Drusenheim und Karlsruhe. Die 90 Kilometer lange Rund-Tour verläuft meist abseits des Verkehrs. Man fährt zwischen stillen Altrheinarmen durch Auenwälder mit ihren charakteristischen Silberweiden. Keltische Hügelgräber bei Seltz sind genau so einen Abstecher wert, wie acht kulturhistorische Museen oder das Naturschutzzentrum Rappenwörth auf einer Rheininsel. Zu erfrischenden Pausen laden zahlreiche Baggerseen oder das Rheinstrandbad bei Daxlanden südlich von Karlsruhe ein. Abkürzen lässt sich die Tour über zwei Brücken und zwei Rheinfähren. Die Karte ist kostenlos zu beziehen beim Landratsamt Rastatt.

Fachwerkstädtchen im Elsass, Weinorte in Baden
Die Radkarte „Radvergnügen – Grenzenlos Radfahren Breisach Sivom Hardt-Nord“ nennt 15 Tourenvorschläge zwischen den malerischen Städten Colmar am Ostrand der Vogesen und der Schwarzwaldhauptstadt Freiburg am Westrand des südlichen Schwarzwaldes. Die 14 bis 76 Kilometer langen Touren führen im Norden um den Kaiserstuhl, im Süden über die Rheinbrücke bei Neuenburg. Ausgangspunkte sind jeweils die Städte Breisach und Neuf-Brisach.

Brücken verbinden – Radeln durch Rheinauenwälder und Weinberge
„2 Ufer 3 Brücken – 1000 Dinge zu entdecken“ ist der Anspruch eines weiteren grenzüberschreitenden Infrastrukturprojektes. Genussradler und Familien finden in der Radkarte 20 Tourenvorschläge zwischen den Brücken Fessenheim – Hartheim südwestlich von Freiburg und der „Passerelle de Trois Pays“ zwischen Huningue und Weil am Rhein im Süden. Dritte im Bunde ist die Brücke zwischen Neuenburg und Chalampé. Die Entdeckertouren durch die Weinberge des Markgräflerlandes, entlang des Rheins, der Kanäle von Huningue und Rhein-Rhone und durch den Forêt de la Hardt sind zwischen 13 und 70 Kilometer lang. Kostenlos erhältlich ist die Karte bei der Tourist-Information Neuenburg.

Radweg zwischen Schwarzwald und Vogesen
Bereits seit 1960 verbindet die 250 Kilometer lange "Grüne Strasse - Route Verte" Titisee-Neustadt im südlichen Hochschwarzwald mit Contrexéville in den Vogesen. Die Route Verte für Radfahrer wurde 1998 streckenweise verlegt, verläuft nun überwiegend auf Radwegen und abseits viel befahrener Strassen. Insbesondere in der Rheinebene ist sie leicht zu erkunden. Die steileren Strecken in den Vogesen und im Schwarzwald können von weniger geübten Radfahrern auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gemeistert werden.

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Der Tipp wurde von Redaktion am 11. 05. 2009 hinzugefügt

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