Essen und Trinken im Schwarzwald

Essen und Trinken im Schwarzwald
©Christoph Eberle/STG

Kulinarisch feine Küche findet man ebenso wie Deftiges im Schwarzwald

Eigentlich könnte man allein der kulinarischen Genüsse wegen Urlaub im Schwarzwald machen. Und dazu müsste man noch nicht einmal die vielen mit Hauben, Sternen oder Kochlöffeln dekorierten Toprestaurants aufsuchen. Wirft man einen Blick in die Speisekarten der Dorfgasthöfe, stellt man häufig erfreut fest, dass auch hier nach allen Regeln der Kunst gekocht wird.

Gerichte der badischen und schwäbischen Küche wie Rehrücken "Baden-Baden", Bibbliskäs mit Brägele, Vanille-Mohnküchle oder Schwarzwälder Kirschtorte lassen einen ganz normalen Urlaubstag schon zum lukullischen Ereignis werden.

Weinschwarzwald
Der Genuss wird noch gesteigert durch die typischen badischen Weine. Kenner schätzen die Geschmacksvielfalt von Gutedel, Müller-Thurgau, Riesling, Silvaner, Grau- und Weißburgunder, Bacchus, Chardonnay, Nobling, Muskateller, Kerner, Traminer und Blauem Spätburgunder. Weinkeller laden am sonnenverwöhnten Westrand des Mittelgebirges zum Probieren ein und Weinfeste werden fast den ganzen Sommer und Herbst über gefeiert. In Breisach, am Rande des Kaiserstuhles, steht gar Europas bedeutendster Winzerkeller.

Deftiges für zwischendurch
Eine zünftige Vesper ist typisch und macht „Essen auf gut schwarzwälderisch“ aus. Eigentlich ist das eine Zwischenmahlzeit mit deftiger Hausmacherwurst, geräucherter Forellen oder Schwarzwälder Schinken und krustigem Bauernbrot. Und genau genommen gehört auch ein „Wässerli“ dazu. Aber heute essen selbst Schwarzwälder die Vesper eher an Stelle eines Abendessens.

Zum Frühstück oder zur kleinen Mahlzeit zwischendurch – das sind die Anlässe, zu denen Schwarzwälder Schinken auf den Tisch kommt. Dass er als vielseitige und eigenständige kulinarische Spezialität seit langem auch von der anspruchsvollen Küche entdeckt ist, zeigt seine Verbindung mit den vielen Spargelgerichten der Region. Das Geheimnis des „echten“ Schwarzwälder Schinken: Man muss auf ihn warten können. Rund drei Monate dauert die Herstellung. Ein Glück, dass jeder Gastwirt im Schwarzwald immer gut ausgereiften Schinken auf Vorrat hat.

Ob nach dem Essen oder nach der Vesper: ein "Wässerli" gehört dazu. Hochprozentige Obstwässer aus Kirschen, Zwetschgen, Birnen oder Mirabellen werden hier schon seit Generationen gebrannt. Mit mehr als 14.000 Brennereien hat der Schwarzwald weltweit die höchste Brennerdichte. Schnäpse wie das "Zibärtle" aus Wildpflaumen kann man kaum irgendwo sonst in solcher Qualität kosten.

Baierbronn - Ausgezeichnete Genießer-Ecke
Wo lukullische Genüsse so hoch im Kurs stehen, leuchten natürlich auch Gourmet-Sterne: 20 Restaurants sind vom Michelin-Guide mit insgesamt 24 Michelin-Sternen für 2009 ausgezeichnet worden. Besonders hell strahlen dabei die Sterne seit Jahren über dem Baiersbronner Feinschmeckerhimmel: Traube Tonbach, Hotel Bareiss oder Hotel Sackmann – bei diesen Namen geraten Gourmets europaweit ins Schwärmen. Aber das muss es ja gar nicht sein: Selbst in „einfachen“ Dorfgasthöfen kann man sich die herzhafte Raffinesse der badisch-elsässischen Küche auf der Zunge zergehen lassen.

(4 Bewertungen)

Der Tipp wurde von Redaktion am 11. 05. 2009 hinzugefügt

Tipp bewerten:   

Bitte bewerten Sie den Tipp als solchen und nicht das Bild oder die Beschreibung

Kommentare

Mit Ihrem Kommentar können Sie den Tipp ergänzen und anderen Sufern nützliche Informationen mitteilen. Bitte halten Sie sich bei einem Kommentar an die Netiquette. Einen Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar eingetragen


Einen Komentar zu "Essen und Trinken im Schwarzwald" hinzufügen

Bewertung*:
Name*:
EMail Adresse:
Betreff*:
Spamschutz*: Bitte die Summe von 8 plus 4 eintragen
Tipps