Kloster Wiblingen

Der Bibliotheksaal von Kloster Wiblingen

Bereits im Jahr 1093 wurden die ersten Gebäude des von den Grafen von Kirchberg gestifteten Kloster Wiblingen unweit von Ulm geweiht. Reiche Schenkungen und großzügig gewährte rechtliche Freiheiten ermöglichten den dynamischen Aufstieg des Benediktinerklosters. Die nach Ende des Dreißigjährigen Krieges erfolgte Neubauplanung des Kloster Wiblingen orientierte sich am Schema des spanischen „Klosterschlosses" El Escorial. Prunkstück der barocken Anlage wurde die kostbare Klosterbibliothek im Mittelpavillon des Nordflügels. Der berühmte Bibliothekssaal des Wiblinger Klosters hat die Ausmaße und die verschwenderische Ausstattung eines sakralen Festsaals. Er diente als Repräsentations- und Empfangsraum für Gäste der geistlichen Residenz. Mit seiner prachtvollen und vielfältigen Ausstattung verherrlicht der Saal sowohl menschliches Wissen als auch himmlische Weisheit. Das Deckenfresko von Martin Kuen und die um 1750 von Dominikus Hermengild Herberger geschnitzten Allegorien ziehen die Blicke der Besucher förmlich an.

Die von außen eher unauffällige Klosterkirche war das letzte bauliche Unternehmen des Konvents in den Jahren 1772 bis 1783. Der barocke Überschwang, der die übrigen Gebäude des Kloster Wiblingen auszeichnet, ist in der Kirche nicht mehr zu finden. Der sakrale Innenraum ist bereits dem Frühklassizismus verpflichtet. Der grandiose Raumeindruck mit zweigeschossigen Fensterreihen, einer umlaufenden Galerie und der einheitlichen Ausgestaltung des Kircheninneren machen aus der Wiblinger Klosterkirche ein Gesamtkunstwerk, das den Übergang vom Spätbarock zum Klassizismus bestens repräsentiert. Mit der Säkularisierung ging das Kloster in den Besitz des Königreichs Württemberg über. In der folgenden Zeit diente es abwechselnd als Herzogsresidenz, Kaserne, Sitz staatlicher Ämter und Universitätsbibliothek. Nach einer längeren Restaurierungsphase von 1949 bis 1971 informiert seit dem 900-jährigen Gründungsjubiläum im Jahr 1993 eine Dauerausstellung in einem Museum über die wechselhafte Geschichte des Benediktinerklosters.

Eintrittspreis und Öffnungszeiten:


April - Oktober:
Dienstag - Freitag: 10:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag: 10:00 - 17:00 Uhr

November - März:
Samstag, Sonntag, Feiertag: 14:00 - 16:00 Uhr

Adresse:


Kloster Wiblingen
Schlossstraße
89079 Ulm

Tel: 0731-5028975
Fax: 0731-5028925

Anfahrtsbeschreibung:


Das Kloster Wiblingen befindet sich im Ulmer Stadtteil Wiblingen

Homepage: Kloster Wiblingen

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Der Tipp wurde von Redaktion am 17. 09. 2008 hinzugefügt

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